Architekturbüro Wehnau - Architektur und Baumanagement GmbH

Henniger Areal in Frankfurt

Wettbewerb mit den Büros: pesch partner architekten stadtplaner, matthias richter architekten u. Andre Heringhaus

Neues Wohnen auf dem Henninger Areal

Eine neue Adresse in Frankfurt: Das Wohnquartier auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei Henninger soll zur nachgefragten Adresse werden. Ausgehend von diesem Anspruch entwickeln sich drei Teilquartiere mit besonderer Eigenart und Atmosphäre. Ihre räumliche Qualität definiert sich aus den jeweils spezifischen Bedingungen und dem Wunsch des Auslobers nach einem modularen Aufbau der Wohnbebauung. Ein essentielles Merkmal des Entwurfs ist die Formulierung einer Mitte, die der Sonderstellung des neuen Wohnturms gerecht wird. Quartier am Henninger Turm: Gekrönt vom neuen Henninger Turm rahmt das verdichtete Wohnquartier östlich des Hainer Wegs einen terrassierten Platz, der sich auf den hohen Solitär bezieht. Der Platz orientiert sich dabei an den Raumkanten der neuen Bebauung westlich des Hainer Wegs. Es entsteht ein besonderer Ort, der das gesamte Gebiet prägen wird. Die Umgestaltung des den Henninger Platz querenden Straßenabschnitts zum Shared Space unterstreicht die neue Mitte, ohne die Verkehrsfunktion einzuschränken. In den Erdgeschossen der Gebäude befinden sich Läden und Gastronomie, die den öffentlichen Raum bespielen. Während der östliche Gehweg dem Gelände folgt und eine barrierefreie Verbindung von Norden nach Süden ermöglicht, ist die Platzfläche terrassiert und erzeugt Bereiche mit unterschiedlichem Charakter: eine bestuhlte Vorzone für die Außengastronomie, eine Terrasse mit Sitztreppen und einen schattigen Innenbereich für den Aufenthalt ohne Konsumzwang. Ein Durchgang stellt die Verbindung zum angrenzenden Quartier und zum Kindergarten her. Die Wohngebäude erreichen am Platz eine Höhe von 13 Geschossen. Ihre Volumen verstehen sich als Antwort auf den Henninger Turm, ohne allerdings in Konkurrenz treten zu wollen. Nördliches Quartier am Wendelsweg: Das nordöstlich anschließende Quartier antwortet mit viergeschossigen Punkthäusern auf die Bautypologie auf der Ostseite des Wendelswegs. Der Blick auf die Villa Henninger wird bewusst freigehalten. Westlich der hier vorgeschlagenen Stadtvillen wird im Anschluss an die Gebäudezeile an der Geleitstraße eine Abfolge von Wohnhöfen vorgeschlagen, die sich jeweils nach Süden und Osten öffnen und somit in der geforderten städtebaulichen Dichte eine angenehme Wohnatmosphäre vermittelt.