Architekturbüro Wehnau - Architektur und Baumanagement GmbH

Das hier vorgestellte Projekt wird als KfW55 Haus ( EnEV 2009) eingestuft. Das Gebäude wird diesen hohen qualitativen und wärmetechnischen Ansprüchen mittels einer effektiven Holzrahmenkonstruktion gerecht.

Die Aussen- und Innenwände bestehen vollständig aus biologischen Baustoffen wie Holz, Holzwolle und Hanf. Die druckfeste Holzwolleplatte aussen dient als Putzträger, verhindert Kältebrücken zur Tragkonstruktion und bildet den Abschluss der Hohlräume im Holzständerwerk.

Die Hohlräume werden nach der Montage mit Holzwolle ausgeblasen und bieten mit ihrer Konstruktionstiefe von 24 cm einen hohen Dämmwert sowie einen guten sommerlichen Wärmeschutz.

Die auf dem Rahmenbau montierte erste OSB Platte ist die luftdichte Ebene und dient der Aussteifung des Tragwerks.

In diesem Bauabschnitt lässt sich die Luftdichtigkeit sehr gut kontrollieren. Das hier gezeigte Projekt hat eine Luftwechselrate* von ca. 1,0 im fertig ausgebauten Zustand. Die Anforderungen der EnEV liegen bei 3,0 je Std.

Die biologische Hanfdämmung in der Installationsebene schließt den Aufbau der Dämmung nach innen ab. Die Installationsebene verhinderte eine Beschädigung der luftdichten Hülle durch die Montage von Leitungen/Kabeln/Steckdosen etc.

Auf der raumseitigen OSB Platte wird nach Montage der Heizungs-/ Wasserleitungen, sowie der Elektroleitungen dann eine Gipskartonplatte aufgebracht. Alternativ lassen sich auch verschiedene Putzsysteme realisieren.

Mit einer genauen Vorplanung des Gebäudes und der präzisen Vormontage der Rahmenbauwände in einer ortsansässigen Zimmerei lassen sich auf die Gebäudebreite Toleranzen von wenigen mm realisieren. Somit ist gewährleistet, dass die folgenden Gewerke exakt ausgeführt werden können.

Durch genaue Maße und gut geplanter Abläufe lassen sich Kosten und die Bauzeit gut aufeinander abstimmen und kontrollieren. Alle Gewerke werden durch ortsnahe Firmen besetzt.

Die KFW gibt 5% Tilgungsnachlass (Quelle KFW- Bank 01.02.2011) für das Erstellen eines KFW-55-Hauses.

Die Luftwechselrate n50 ist ein Maß für die Luftdichtheit eines Gebäudes. Diese Zahl ergibt sich aus dem Luftvolumenstrom, der sich pro Stunde einstellt, wenn eine Druckdifferenz von 50 Pa aufrechterhalten wird, dividiert durch das Gebäudevolumen. Je kleiner die Zahl, desto dichter ist das Gebäude. Für normale Gebäude ohne raumlufttechnische Anlagen wird eine Luftwechselrate von solchen mit Raumlufttechnik-Anlagen verlangt. Für Passivhäuser gilt . Die Messung wird z.B. mit dem Blower-Door-Test (Differenzdruck-Messverfahren) verwirklicht.

(Quelle Wikipedia, 16.03.2011)

 

Treppe zum Obergeschoss